Figuren – Knekelkinder

Der Düsseldorfer Eduard Roijen (1936 - 2023) von Beruf Innendekorateur gestaltete die „Knekelkinder“ (alte Bezeichnung für Gebein) ab Mitte der 60er Jahre. Seine ersten Figuren fertigte er aus angeschwemmtem Treibholz, bis er 1965 in den holländischen Dünen einen Kaninchenschädel fand. Ab dann war die Faszination für Knochen / Schädeln geweckt.

Alles Unbeachtete und Übersehende fand bei ihm Aufmerksamkeit. Sein Herz gehörte dem Vergehenden und dem Vergangenen. Er liebte alte Stoffe, Perlen, Federn und Knochen. Aus diesen Materialien schuf er seine Knekelkinder, fabelhafte Wesen, die häufig die Vergangenheit in die Gegenwart transportieren. Auch die Leidenschaft zur Literatur und Faszination von Allem, was nicht der Norm entspricht, spiegelt sich in diesen Gestalten wider. Dies wird auch betont durch die bizarre oder poetische Namensgebung, die die Figuren durch ihn erhielten, wie z. B. „Sehnsuchtspediteuer“ oder „Aristokraten aus dem Damenstift“. Unter seinen Händen entstanden subtile Minderheiten aus Knochen.


Gezeigt wird die 1. Ausstellung im Museum Essen Folkwang 1973,
dokumentiert durch den Photographen Werner Hannappel

Ausstellungsraum 1
Ausstellungsraum 1
Ausstellungsraum 2
Ausstellungsraum 2

Im Folgenden die ausgestellen »Knekelkinder«


Ein Großteil der Knekelkinder und viele Arbeiten wurden kurz nach Eduard Roijens ersten Todestag 2024 in der geschichtsträchtigen “Wasserburg Te Gesselen” am Niederrhein gezeigt.

Ausstellung Haus Te Gesselen Kevelaer 2024,
fotografiert von Angelika Delschen und Uwe Grothe

Bericht der Niederrheinnachrichten, 6. Mai 2024

Haus te Gessellen 2
Haus te Gessellen 2

Haus Te Gesselen, Kevelaer

»Knekelpoesie«, Bilder und Objekte

Auf der Seite Kunstarztpraxis finden Sie u.a. diese Ausstellung

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